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TURNSTUNDE MIT DEM BLACK MAGIC TEAM
TROCKENTRAINING FÜR FREESTYLER
von und mit Rainer Higgelke (32), Sportphysiotherapeut, Lehrkraft für besondere Aufgaben an
der Fakultät für Sportwissenschaften der TU München, Fotos: Johannes Graf
Sommer, Sonne, Ski und Schnee. Zwei Welten prallen aufeinander. Oder auch nicht?! Der
ambitionierte Wintersportler plant voraus. Den kommenden Winter fest im Blick, hält er sich
fit mit allem, was Spaß und irgendwie Sinn machen könnte. Für die Ausdauer ein bisschen
Schwimmen bzw. „Crossen“ (einen See seiner Breite nach durchschwimmen) oder auch mal
Laufen gehen!! Zur Angstbewältigung eine Route am Fels klettern oder eine Mehrseillängentour
in Angriff nehmen, und als Belohnung den lange ersehnten Bootstrip mit einer Handvoll
Freunde irgendwo in Indonesien. Ist eine derartige Saisonvorbereitung wirklich optimal und
für die heutige Zeit mit all ihren Ansprüchen an den Sportler noch ausreichend?
In den renommierten Wintersportarten (Ski Alpin, Ski
Nordisch etc.) sind ausgeklügelte Sommertrainingspläne,
Biomechaniktests, Leistungsdiagnostiken und Koordinationstraining
ein alter Hut. In den so genannten Trend-,
Fun-, Extrem-, oder „Wie auch immer man Sie nennen
mag“-Sportarten werden sie jedoch kaum praktiziert. So
kann man sich fragen: Wie ist den oftmals auf sich selbst
gestellten Freeridern (zunächst egal, ob auf ein oder zwei
Brettern) durch ein Trainingskonzept in der schneefreien
Zeit geholfen? Was muss der Körper für unseren geliebten
weißen Sport mitbringen, und wie muss ein Koordinationstraining
für Individualsportler aussehen?
Eine für die meisten unerwartete Antwort: Turnen gehen!!
Okay, viele assoziieren damit muffige Hallen, sinnloses
Auf- und Abschwingen an schmerzhaften Metallstangen
oder den gnadenlosen Sportlehrer aus der 5. Klasse, der
einen ein ums andere Mal über den Turnbock hetzte.
Nicht gerade schöne Erinnerungen, die Lust machen.
Aber es geht auch anders.