Ski Press World Inc. - Index

Ski Press World Inc. - Deutschland_2007_2008 - Index

Profi in allen Bereichen: Doug Coombs übernahm am Berg viele Aufgaben.
Ein grauenvolles Schicksal, das auch nach mehr als einem
Jahr noch tiefe Betroffenheit weckt – nicht nur in der hochalpinen
Skiwelt. Doch das ist nicht alles. Der tragische
Unfall von Doug Coombs setzt vor allem besondere Erinnerungen
frei, die die wahren Erfolge und Stärken dieses
Ausnahmeskifahrers hervorbringen. „Ein Mensch, denke
ich, sollte sich in seinem Leben einer großen Leidenschaft
verschreiben sowie der Erfüllung eines großen Traums. Nur
so kann er den wahren Wert des Lebens finden und sein
Leben mit Freude erfüllen“, sagt Scott Schmidt (46) aus
den USA, einer der ersten professionellen Extremskifahrer,
dem kein Cliff zu hoch und kein Berg zu steil ist. „Doug hat
sich diesem Streben voll und ganz verschrieben“, meint
Schmidt, „er hat mehr Leidenschaft für seine Träume aufgebracht,
als irgendein anderer Mensch, den ich kenne.
K2 und David Gonzalez helfen!
www.skipressworld.com |
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Dabei werde ich nie seinen Humor vergessen, seine unermessliche Lebensfreude und unsere glückseligen
Abfahrten durch funkelnden Tiefschnee.“ Und er betont: „Ich konnte mit Doug auf unseren gemeinsamen
Touren in Alaska oder Montana so viel lachen wie mit kaum einem anderen Menschen.“ Scott Schmidt und
Doug Coombs lernen sich auf der Montana State University kennen. In Bozeman kämpfen sich beide Anfang
der 80er Jahre mit rostigen Äxten und alten Steigeisen die unberührten Berge hoch, um die Couloirs in der
Fairy-Lake-Region zu erreichen. So findet Dougs große Leidenschaft ihren Anfang. In den sechs Jahren, in
denen er Geologie studiert, nutzt er jede freie Minute, um entweder für das Skiteam seiner Uni zu fahren
oder auf entlegene Berggipfel zu steigen. Gut 20 Jahre zuvor, 1960, hatte der kleine Supermann mit drei
Jahren das Skifahren angefangen: Im Nashoba Valley in New England setzt er seine ersten Schwünge, lernt
später die eisigen Hänge von Vermont und New Hampshire kennen. „Doug spielte gerne Cowboy oder zog
sich sein Superman-Kostüm an, da war er vier oder fünf Jahre alt. Schon damals wollte er Wege gehen, die
sonst niemand gehen konnte“, erinnert sich Nancy Coombs, Dougs Mutter, an die Zeit in Bedford. „Und das
Schöne dabei ist: Er hat es wirklich getan.“
Nach seinem Hochschulabschluss in Geologie werden die Abfahrten, Hänge und Couloirs immer schneller,
steiler und eisiger. Doug zieht es von der Montana State University nach Jackson in Wyoming. Dort arbeitet
er zunächst im Sommer als Geologe, im Winter als Skitechniker – und beginnt 1986 seine Karriere als
Heli-Ski-Guide. Doug ist 29 Jahre alt, und niemand ahnt, dass aus dem jungen, stürmischen Mann einer
der großartigsten und beliebtesten Extremskifahrer werden könnte. Fünf Jahre später gewinnt er die ersten
„World Extreme Skiing Championships“ in Valdez, Alaska. Sein unglaublich gewagter und dennoch
ruhiger und lockerer Fahrstil beeindruckt die Jury. Langsam aber sicher wird sein Name bekannt. Nicht
nur im Jackson Hole Mountain Resort ist er in aller Munde. Ihn selbst scheint das nicht im Geringsten zu
interessieren. „Ich traf damals einige gute Leute wie Dean Cummings, Jim Conway oder die Gute-Brüder in
Alaska“, sagt Steve Casimiro, damals Redakteur des „Powder Magazines“. „Doch Doug war eine Klasse für
Fast 20 Jahre lang hat K2 Doug Coombs auf seinen unglaublichen Wegen begleitet und unterstützt. Der
amerikanische Skibauer will nun helfen – und zwar mit dem Skimodell „Coomba“, das 2007 auf den Markt
gekommen ist und eine Hommage an Coombs sein soll. Nach mehr als zweijähriger Entwicklungsarbeit mit
Doug lag es mehr als nahe, den Ski nach ihm zu benennen. Das Herzstück dieser Neuentwicklung ist ein
spezifischer Tip-Shape, der sich in den unterschiedlichsten Schneeverhältnissen als äußerst verlässlich und
fehlerverzeihend erweist. Hinzu kommt ein ausgewogener Flex, eine 102 Millimeter breite Taille für viel Auftrieb
im Powder und ein progressiver Sidecut für Biss in schwierigem Gelände. Kurz gesagt: ein Ski für alle
Bergführer, Backcountry-Freaks und fürs Heli-Skiing. Ein Teil des Verkaufserlöses des Coomba geht an Doug
Coombs’ Familie und die amerikanischen Bergführervereinigung für Ausbildungsmaßnahmen. Damit nicht
genug: K2 hat sich dazu entschlossen, eines seiner beeindruckendsten Poster neu aufzulegen, um damit
Geld für seine Familie zu sammeln. Das Doug Coombs „Upon this rock, I build my church“-Poster kann über
www.k2skis.com geordert werden. Außerdem hat David Gonzalez, ein guter Freund und Weggefährte,
eine spezielle Homepage unter www.dougcoombsmemorialfund.com eingerichtet, im Gedenken an
Doug Coombs und um seine Frau Emily und Sohn David zu unterstützen.