Ski Press World Inc. - IndexSki Press World Inc. - Deutschland_2007_2008 - Index1. TAG | 23.30 Uhr. Great Divide Lodge, Breckenridge
| www.skipressworld.com 47
„Geschafft!“ – im doppelten Sinne: Wir sind angekommen, aber auch fix und foxi. Start in Innsbruck
vor 26 Stunden. Per Bus zum Flughafen München. Vor dem Einchecken schnell noch die nagelneuen
Fotoklamotten von Helly Hansen, Nørrøna und Oakley anprobiert. (Wow, echt schick, das Zeug ...!) Noch
ein Kaffee, dann in den Flieger nach Washington. Umsteigen nach Denver. Von dort im Ski-Shuttle nach
Breckenridge. Der Chevy-Bus ist zum Bersten voll. „Any seats left?“ Ah, dort! Den Burger zwischen
den Zähnen, die Pommes unterm Arm, mit Rucksack und Cola jonglierend, quetschen wir uns auf die
Rücksitzbank. „Hey Guys, it’s my first drive up to Breckenridge“, warnt John, der Fahrer. „But we will
make it.“ Na hoffentlich ...
Drei Stunden später ... endlich! John fährt vor unserem Hotel, der „Great Divide Lodge“, vor. Angekündigt
hatte er eineinhalb Stunden. Aber immerhin: „We made it.“ Jetzt nur noch einchecken, auspacken –
und dann Tiefschlaf!
Check 1 – Anreise | Ein langer Weg. Von Tür zu Tür waren wir 26 Stunden unterwegs. Das steckt dir auch
am nächsten Tag noch ein bisschen in den Knochen. Aber schlimmer, als bei uns einen Tag lang auf der
Autobahn im Stau zu stehen, ist es auch nicht. Tipp: Direktflug und Mietwagen buchen. Und dann den
ersten Skitag locker angehen lassen.
2. TAG | 12.00 Uhr. Breckenridge, Peak 9, „Bonanza“-Run
Wo sind die anderen? Ich muss sie wohl an einer der Pistenabzweigungen verloren haben? Kein Wunder,
denn ein Lift erschließt hier nicht nur eine Abfahrt links und eine rechts davon. Als hätte ein riesiger
Rasierer seine Spuren in der Landschaft hinterlassen, ziehen sich zu beiden Seiten der Lifte oft fünf bis
zehn Schneisen durch den Wald. Die Hauptabfahrten sind breit wie Autobahnen, so gut präpariert wie
meine frisch gebügelte Cordhose und – hey, wo sind all die Leute? – fast menschenleer. Also, Vollgas!
Vielleicht treffe ich die anderen ja unten am Lift ... In weiten Schwüngen dahinheizen – hier macht
Pistenfahren noch richtig Spaß.
Und sogar das Anstehen am Lift! Auch wenn sich am Zubringer-Lift im Tal mal eine kleine Schlange
bildet, Gedränge ist hier ein Fremdwort. Kein Stress, alles easy! Während des letzten Skiwochenendes
in den Alpen rammte mir mein netter Nachbar beim aktiven Anstehen den Ellbogen in die Rippen, dass
mir die Luft wegblieb – hier undenkbar. Und dass mir der Liftboy ein Kompliment für meine neue Skijacke
macht und mir noch einen schönen Tag wünscht, passiert mir zu Hause auch nicht jeden Tag.
Check 2 – Pisten und Lifte | Relax! So sollte Skifahren immer sein – absolut entspannt. Keine überfüllten
Pisten, freundliches Liftpersonal und kein Stress in der Liftschlange. Falls es die überhaupt mal gibt.
Tipp für Newcomer: die kostenlosen „Mountain Orientation Tours“ – eine zweistündige Einführungsfahrt
mit Guides durchs Skigebiet.
Wo ist John Wayne?
Wild, wild West in Breckenridge.